11.02.2015

Versicherungsschutz bei Bergunfall

Der Oberste Gerichtshof hat eine richtungsweisende Klarstellung betreffend Deckungsumfang der privaten Haftpflichtversicherung im Rahmen der Haushaltsversicherung vorgenommen.

Verursacht der Führer einer Hochgebirgstour fahrlässig einen Schadensfall, ist dieser durch die private Haftpflichtversicherung einer Haushaltsversicherung gedeckt.

Der OGH gestand zwar zu, dass die Tätigkeit des Tourenführers über die normale Sportausübung hinausgeht, da es aber durchaus üblich sei, dass bei der Ausübung von Sportarten in Gruppen eine Person schlüssig oder ausdrücklich eine Führungstätigkeit übertragen wird und somit grundsätzlich jeder der diesen Sport ausübt in diese Situation kommen kann, sei die damit verbundene Verantwortung und erhöhte Gefahr einer Haftung nicht ungewöhnlich.

Der OGH kam daher zum Ergebnis, dass auch der Anführer einer Gruppe von Bergsteigern einen bedingungsgemäß zu den Gefahren des täglichen Lebens zählenden Sport iSd Art 10.5 ABH 2002 ausübt.

OGH vom 26. 11. 2014, 7 Ob 171/14v

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